20.07.2014

Das 50er


Mit der DSLR kauft man in heutigen Tagen ein Zoomobjektiv, das nächste Objektiv das einem ans Herz gelegt wird ist ein 50er.  Nun bin ich aus den Tagen heraus gewachsen, an den ich herum rätzeln musste wie und wo man ein 50er einsetzt, desto mehr überrascht es mich immer wieder was Hersteller aus der alten Konstruktion heraus holen vermögen..  Diese G Objektive und vorallem die Testberichte haben mich immer wieder wie ein Headbanger zu einem Kopfschüttteln veranlasst, als ich las  welche Wunderwerke dort neu erfunden wurden.


Und jetzt..........   war ich ehrlich überrascht als ich das AF-S 1,4/50 G ausprobierte.  Ich besaß schon einmal ein AfF-D 1,8/50, welche in keinerster Weise überzeugen konnte, weder abgeblendet noch geschlossen, weder am Vollformat noch am DX Sensor. Das lichtstärkere AF-D schien mir anhand der Aufnahmen meiner Kollegen als besser steuerbar, aber in keinster Weise überzeugend. Was ich suchte war kein Bokehmonster, oder Schärfespezialist sondern ein Objektiv das sich mit einer angenehmen Korrektion und der Möglichkeit mit hohen Kontrasten umzugehen vermag ohne dabei merkwürdige Erscheinungen auf der Aufnahme zu hinterlassen.

Viele Kollegen meinen das die neuen Objektive in Nahbereich brillieren, dies konnte ich Gottseidank nicht Feststellen, vielmehr  musste ich ganz anders Fotografieren als ich es von den Bokehspezialisten kennt. Als ich anfing mit weit geöffneter Blende zu arbeiten wie es sonst immer klappt, verschenkte ich viel Schönes. Erste Blendenreihen zeigen das ich mich bei passender Gelegenheit trauen muss die Blende radikal zu schliessen um das ICH dieser Linse heraus zukitzeln.  Es ist ein Objektiv für Fotografen die auch ein sanften Unschärfeverlauf  mögen, und 50er, nach alter Väter Sitte, nicht nach gefühl abblenden sondern mit Verstand.   Die Bilder wirken dann glatt und Eben, so wie man es von früheren Baureihen ohne AF kennt, vorallem von dem immer noch gebauten AIs1,2 /50mm, das für Nikonbesitzer immer noch als Referenz gilt.  Nikon hat bei dem neueren 1,4 auf Floating Elements und aspherische Linsen in Gegensatz zum 1,8er verzichtet.  Einer der wenigen Dinge die Nikon in letzter Zeit meiner Meinung nach richtig gemacht hat. Streulichtempfindlich ist dies Objektiv, wie Herstellerübergreifend alle anderen  auch, nur eben deutlich weniger als die Vorgänger. Gut wenn man eine gut funktionierende Gegenlichtblende mit geliefert bekommt, nur funktioniert diese nur bei größerer Entfernungseinstellungen, denn das Linsensystem bewegt sich nicht wie bei den Af-D Modellen mit der Gegenlichtblende sondern ist fest am Frontbajonett verankert, und das bewegt sich kein Millimeter mit dem Linsensystem.Insgesmt ist dies das erste 50er Nikkor das mich überzeugt, nicht der Hammer, in keinster ausgelegt ein schönes Bokeh zu erzeugen, wenn doch dann rein zufällig.

Eine brillante Aufnahme ist der eine Teil, zu einem guten Bild mit diesem Objektiv, der zweite ein übersichtlichen RAW Konverter, mit dem sich die Klarheit und Kontrast gezielt steuern lassen, ansonsten erreicht man mit  diesem  rattenscharfen 50er  nur durchschnittliche Ergebnisse, oder man  hat mehr glück als Verstand um ein Tonal herausragende Bild zu erhalten.  Farblich konnte ich keine Ausreisser finden, was auch nicht anders wegen der Bauweise zu erwarten war. Insgesamt könnte man dies Objektiv als den kurzen Bruder der 1.8/85er bezeichnen, zumindest passen diese Objektive wegen des Looks sehr gut zusammen. Wer mit diesem Objektiv arbeitet wird sich eine Unschärfetabelle wünschen , die seit der ersten Spiegelreflexkamera  eigentlich nicht mehr gebraucht wird, aber ein Anhängerschaft in Form eines DOF Apps besitzt. Dies Objektiv ist nichts für die Alltagsfotografie nebenbei, sondern erfordert Wissen und  möglicherweise eine Testphase, wie jedes andere Objektiv das für extreme Schärfe konzipiert wurde.   Ich persönlich sehe die Anwendung für dies Objektiv nicht in der Streetfotografie, dafür ist der AF-Motor zu langsam, eher im Bereich People, Landschaft und Sachfotografie, wo es auf gnadenlose Zeichnung ankommt. auch für Nahaufnahmen gibt es besseres als diese Linse, schon  wegen des gewöhnungsbedürftigen Bokeh, das es im Nahbereich liefert.

Es steht ausser Frage das es sich um, in optischer Hinsicht, ein super Objektiv handelt,  dies aber ausschliesslich für Kameras mit Sensoren die in der Lage sind die Zeichnung hervorzuheben, anstatt nicht nur viel zu verschenken sondern auch ein extrem hohen Kontrast anzulegen. Wer folglich eine Kamera unterhalb einer D7000 oder D3X besitzt, sollte lieber ein anderes Objektiv benutzen. 

15.05.2014

Leitax Objektiv Umbauten

Das schöne an den vielen spiegellosen Kameras ist , vorausgesetzt man besitzt auch ein passenden Adapter, die Möglichkeit ein endlose Menge alter Objektive an die Kamera  anpassen . Ich will sagen diese Objektive lassen sich nutzen, wie weit und in welcher Qualität steht auf einem anderen Blatt. Tatsache ist das jeder Millimeter Schnittweite, ein Verlust an Zeichnung mit sich bringt. Das ist jetzt so, und das war schon vor Jahrzehnten bekannt.  Folglich gilt, je kürzer der Adapter ausfällt, desto eher kommt man an die vorher gesehene Leistung heran,´für das dies Objektiv gerechnet wurde. Unter den vielen Objektive die Gebraucht angeboten werden, trennt sich schnell die Spreu vom Weizen wenn man das Auflagemass des Bajonettanschlusses zum Sensor beachtet. Die Renner die sich mittlerweile heraus kristalliesiert haben, sind vor allem Teleobjektive bei denen die Schnittweite ohnehin zu vernachlässigen ist und Objektive für Messsucherkameras, solange das Auflagemass des gewählten Objektivs nur wenig länger ist als das Masse das für die Kamera vorgesehen ist. Genau aus diesem Grund sind alte Leica M Objektive sehr gefragt.

Dies ist das Szenario für Kameras ohne Spiegel, nur gibt es viele DSLR Fotografen die nicht glauben wollen das genau der Spiegel die Leistung mindert. Wie dem auch sei, es ist möglich auch alte Zeiss, Angenieux, oder Leica R Objektive an Z.B Nikon anzupassen, die verspricht zumindest die Fa Leitax, die Umbausätze mit und ohne Chip anbieten.
  


Viele Fotografen fragen sich  warum digitale Kameras mit kleinem Sensor, rein von der Abbildungsleistung an Vollformat Spieglreflexkameras heran kommen.
Der erste Grund ist das man für kleine Sensoren auch kleiner Objektive verbauen kann, kleinere Linsen bedeuten kompaktere Objektive, kompaktere Objektive  bedeuten höhere Auflösung.

Der zweite Punkt betrifft den Kontrast, je weniger Linsen verbaut werden, desto schlechter können einzelne Abbildungsfehler auskorregiert werden, nur bedeuten weniger Linsen immer ein höheren Kontrast im Gegensatz zu dem selben Objektiv mit einer  Linse mehr.  Dem entgegen spricht das lichtstarke Objektive immer größer sein werden,  die genannten Vorteile aber durch eine höhere Transmissionsleistung brillieren, egal welche Blende man einstellt. Oder anders gesagt, sie können je nach verwendeten Glas farbiger sein, folglich die 14 Bit des Sensors bessser nutzen. Natürlich sind die Objektive größer aber kleiner als die selben Objektiv für grosse Sensoren.  Je geringer die Auflösung, zur effektiven Fläche ist, desto höher wird der Kontrast ausfallen, dies ist der einzige Punkt der gegen kleine Sensoren mit hoher Auflösung spricht. Dies lässt sich allerdings über die Kamerasoftware ausgleichen solange die Auflösung vorhanden ist.

28.04.2014

Colorchecker Passport vorerst durchgefallen.

 Als ich mir den Colorchcker Passport der Firma X-Rite zulegte, ging ich davon aus das ich ein präzises  Profil erhalte, Möglicher weise ist es sogar so. Nur wenn  ich das Bild mit dem ich das Profil erstelle, es danach in Lightroom hochlade, und mit der Farbtemperaturpipette über die Grauflächen rechts fahre, ändert sich die Farbtemperatur mindestens um 300 ° K.  Das eigentliche Profil lässt sich auch nicht einsehen weil mir ein Profileditor fehlt. So muss ich glauben was ich sehe, un das ist vorerst nicht überzeugend.
Die hellen Farbpunkt liefern ein halbwegs gleiches Ergebnis, nur eben die Grautöne im roten Feld nicht. Leider lässt sich auch mit einfachen Lightroom Bordmittel, die Primärfraben exakter angleichen.


Allerdings ist der Colorchecker ein recht flexibles Tool für Unterwegs, da man mit einem traininierten Auge recht gut sieht wie sich das Licht verändert. Die blaue Stunde ist einer der risikoreichsten Momente, nicht nur wenn man Einzelfotos aufnimmt sondern vor allem wenn man Bilder stitcht.

Ein anderer Aspekt ist Mischlicht, folglich die Kombination aus Blitzlicht in Verbindung mit anderen Lichtarten.  Für dies Problem bietet die Software zumindest ein Abgleich an.

Bisher funktioniert der Farbabgleich bei normalen Belangen einfacher per Hand,allerdings braucht man eine Referenz, und hierfür ist der Colorchecker empfehlenswert, aber zu teuer wenn man die Handarbeit nicht umgehen kann.

18.04.2014

Ein Frage der Einstellung

Über die Jahre wurde meine Kamera und auch die angeschafften Objektive immer besser, nicht zuletzt weil ich mich von einigen Nikon Objektive die auf meiner Wunschliste standen gedanklich trennte. Neuerdings stehen die Objektive anderer Hersteller besser als die originalen Nikkore.   Je länger ich mit meiner D 600 fotografiere, desto eher glaube ich das die Kamera ein echter Killertips darstellt.  Im Gegensatz zu der D800 und der D4 bildet die D600 um einiges wärmer ab als man es von Nikon gewohnt ist.  Man sieht zwar noch den Bilder an das die Aufnahmen mit einer Nikon aufgenommen wurde, dies aber lange nicht mehr so deutlich als vor ein paar Jahren. So lassen sich die Aufnahmen flexibler farblich steuern, und der vor ein paar Jahren noch obligatorische Warmton Polfilter gehört damit auch weitgehend der Vergangenheit an.

Ich denke über die neueren G 50er muss ich kein Wort verlieren, nur das diese Objektive schon wieder angesichts des D600 Gehäuses überholt erscheinen. überzeug haben mich aber das neue 28er und das 35er Nikkor, als auch das Gegenstück Sigmas. Es ist nun ein Frage der Einstellung für was man sich entscheidet, Nikonlike  oder eher an Sony heranreichend.





16.03.2014

Im Reich der Illusionen


Es ist immer so, solange man eine Sache nicht ausprobiert hat, kennt man nicht die Möglichkeiten. Genau an dieser Stelle begibt man sich ins Reich der Illusionen, und gleichsam wird einem klar welches Potenzial in dieser Illusion steckt. Eine Kamera kann nur das erfassen was auch vorhanden ist, und das tut sie auch, ob es einem gefällt oder nicht. Meist sind es Kräne oder andere störende Dinge die kurzerhand wegretuschiert werden (müssen),weil sie dem eigenem Konzept im Wege stehen. In der Beautyfotografie sieht man hoffentlich nicht welche Arbeit in der Bearbeitung steckt, nur wer glaubt schon das dies die Realität ist. Ich für mein Teil versuche immer wieder ein natürliches Abbild zu schaffen, obwohl ich genau weiss das ein Objektiv  eher zu einem Subjektiv wird, weil die eigene Sichtweise der Objektivität ein Streich spielt, wenn man anfängt an der Aufnahme zu basteln. Bisher war Schwarzweiss das Stilmittel meiner Wahl, obwohl ich immer wieder nicht umhin kam auch farbige Bilder zu entwickeln. Im Gegensatz zu vielen anderen Kollegen bin ich nicht der Freund skuriler Farbabstimmungen. oder besser gesagt, ich verfechte die Devise, das natürliches Aussehen Bilder schafft. die jeder visuellen Nagelprobe stand halten. Nur..... was ist schon in unserer Welt natürlich.......................

Mit diesem Ansatz durchfloss diese Aufnahme erst Lightroom, danach Colorefex und dann noch einmal Photoshop, zur Abwechselung weil, Gimp mir nicht das bot was ich brauchte. es erhielt einen vorteilhafteren Schnitt, einen Rahmen, eine selektive Farbcharakteristik und Unschärfe. Dann das renderte ich endgültige Licht einfach ins Bild hinzu. Das Ergebnis ist nun unbestritten eine fotografische Illusion, nur farblich dichter an der Realität dran als die Aufnahme selber.