24.08.2014

Blende auf ab Acht

Nikon ermöglicht es die Blende in Drittelblenden einzustellen,  Fujiobjektive rasten in Halbblendenstufen und Zeiss in ganzen Blenden, um  das Verfahren des Abblenden übersichtlicher zu halten.

Seit ich eine Fuji X 100 besitze treffe ich immer wieder auf Kollegen die das selbe Modell benutzen ,und ähnlich wie ich die Abbildungsleistung nicht von Blende 2 zur weiter geschlossenen Blende betrachten sondern von Blende 8 und die Blende einfach halbieren. Folglich Blende 8, 4, 2.

Bei Blende 2 ist ergeben sich subtile Aufnahmen, Blende 4 ist der Standardwert bei dem fast alles funktioniert und sich genügend Schärfe zeigt, und Blende 8 für kompromisslose Schärfe von vorn bis hinten solange man über 5 Meter vom Objekt entfernt ist. Die Blende 16 ist recht uninteressenat da sich  auf dieser Einstellung keine Verbesserung der Abbildungsleistung ergibt.

Somit vereinfache ich mein Denkprozess und erhalte gleichzeitig eher ein Idee wie das Bild nach der Aufnahme wirkt. Der einzige Unterschied den ich bisher feststellte besteht darin die Kamera nicht ganz
aufzublenden sondern auf Blende 2,8  anstatt auf Blende 2 um etwas mehr Kontrast zu erhalten.


Technisch gesehen ändert sich bei einer Halbierung des Blendenwertes durch ein Aufblenden um zwei Blenden auch eine Durchmesserverdoppelung des Unschärfescheibchens das bei Nachtaufnahmen das Bokeh ziert.  Gleichzeitig  verdoppelt sich auch die Schärfeebene , wobei es dann möglich ist den Schärfepunkt weiter in den Vordergrund zu ziehen um die Grössse der Unschärfescheibchens zu kompensieren. So machen es auch Studiofotografen wenn sie von linearer Schärfedehnung reden.

Wieso dies Thema in Vergessenheit geriet ist recht einfach zu erklären, schuld ist der Autofokus und die Tatsache das er immer den gleichen Punkt wählt, egal wie weit man abblendet. Selbst wenn in der Kamera eine intelligente Technik den Autofokus steuert, dann nicht bei jeder Brennweite und nicht im Nahfeld sondern bei Unendlich.