27.10.2013

Nikon AF-S 1,8/28mm G


Insgesmat stellt dies Objektiv in meinen Augen eine Innovation dar, im Vergleich zu einem AF-D 2,8/28mm ist dies Objektiv in der Leistung deutlich besser, wenn auch das ältere Objektiv besser in die Tiefe staffelt, und natürlichere Aufnahmen liefert. Solange man eine älter Kamera benutzt ist meines Erachtens das ältere Objektiv die bessere Wahl, da ältere Kameras ohnehin nicht die Feinheiten des neuen Objektiv herauskitzeln kann.. Insgesamt können 28er und 35er an einer Vollformatkamera  magisch sein, wenn das Objektiv eine geringe Naheinstellungsgrenze besitzt und recht Lichtstark ist, denn man merkt nicht die Veränderung im Bild durch die Irisblende, und Vignettierung und Verzeichnung fallen meistens bei weit geöffneter Blende  nicht besonders ins Gewicht. Verzweifeln wird man allerdings wenn man versucht bei mittlerer Blende Tiefe zu erreichen.

Gerade neuere AF-S Objektive mit hohen Kontrastverhalten und hoher Auflösung wirken dann schnell zu farbig und überzogen klar, der Himmel wird schnell weiss und Lichteffekte verlaufen zu einer hellen Fläche, wo sonst leicht detailliere Ringe zu sehen sind.  Wenn man durch dies Objektiv ein Blick wirft fällt der etwas neblige Schein der Linsen auf, der meistens auf geringer vergütete Linsen aufmerksam macht, nur ist diese Art der Vergütungstechnik mittlerweile bei den Herstellern opportun um ein einzelnes Objektiv der Serie anzupassen und gleichzeitig störende Effekte wie Farb und Lichtsäume zu mildern. Ehrlich gesagt besitze ich lieber ein weicheres Objektiv mit hoher Zeichnung und weniger ausgeprägten Abberationen als ein ebenso hoch zeichnendes Objektiv mit höherem Kontrast und ausgeprägten Abberationen, solange ich dies in der Nachbearbeitung in den Griff bekomme. Alles in allen ist die ausgeglichene Leistung dies Objektivs  im Vergleich zu den alten 2,8er Objektiven Nikons bewunderswert, die auch farblich nicht der Hit waren. Leider stört die mangelhafte mechanische Verarbeitung des Objektivs, und gerade das Frontgewinde macht mich nicht  froh, da schmale Filter schnell klemmen.  Das Bokeh ist bis Blende 4 in Ordnung, bei kleineren Blenden wird das Bokeh schnell zerrissen, wobei sich Farbsäume in grenzen halten. Insgesamt liegt die beste Blende weiter in Richtung geöffneter Blende im Gegensatz zu älteren Objektiven, die erst bei Blende 8 und darüber die maximale Leistung erreichen. Eine unscharfe Aufnahme zeigt sehr schnell wie das Unschärfebild sein kann. Nur wenige Dinge stören mich an diesem Objektiv wirklich, denn Blau und Grün sind Farben die dies Objektiv mag und damit zeigt bei welchen Lichtfrequenzen das Bild am schärfsten darstellt. und eben die Tatsache das Korrekturprofile für Lightroom recht unbefriedigend sein werden weil sich die Verzeichnung mit der Entfernungseinstellung ändert, dies liegt an der Innenfokussierung des Objektivs die mittlerweile als Stand der Technik angesehen wird.