11.08.2013

Mann ist das Retro

Jahre lang gab ich den übriggebliebenen Kollegen recht die mit Film und Chemie das letzte aus den Filmen quetschten,und auf dieser Welle recht gut fuhren. Nur denke ich das sie angesichts der Ergebnisse der letzten Wochen so langsam einpacken können. Immer wieder entdecke ich an meinen  magischen Voigtländern Seiten die ich so nie vermutet hatte. Es wirkt fast als hätte man eine Jekyll and Hyde Objektiv an der Kamera, erwischt man die Lichtsituation richtig, entsteht bei gefühlvoller Kamerasteuerung , ein Retrolook den man sonst analogen Material zuschreiben möchte, schafft man es nicht liefert die Objektive rattenscharfe Aufnahmen. Ich bin nicht der Freund vergilbter und verkratzer Bilder, nur bestand das Problem bisher darin das die alten Objektive sich nicht das zeigten was momentan gerade Envogue ist.

Fuji entwickelte mit den 23mm Fujinon etwas ganz neues, sozusagen  ein Objektiv das Neoretro ist. Die Idee ist nicht neu ,denn der Unterschied den ein  in  Barunschweig gebautes Voigtländer im Gegesatz  zu einem Zeiss zeigte ist der künstlerische Anspruch.  Aus diesem Grund konnte man sich das Objektiv für die neue Kamera zwischen den beiden Herstellern wählen. Einige Jahre später kaufte Zeiss  Voigtländer aus diesem Grund.

Warum funktonierte es bisher nicht digital?

Ein Obejktiv muss schon zur Kamera passen. Wenn man diesen Look möchte sind APS-C Sensoren die zweite Wahl, da sie  den Sweet Spot nutzen und somit die Randfehler nicht zeigen können. Die allseits beliebten Micro Four Thirds haben einfach nicht die Qualität den Mood zu zeigen.  Die Auflösung ist auch nicht ganz unschuldig ,weil viele alte Objektive regelrecht hier überfordert sind. Nicht zuletzt die verbauten Filter vor dem Sensor mildern den Effekt auch. So gesehn ist der Look vorhanden man sieht ihn nur nicht weil die Kamera es physikalisch verhindert.

Es sollten also Objektive neueren Datums sein und nicht die alten, und die sind rar. Ein Objektiv das seit langem nicht mehr gebaut wird ist das  2,8/40 P Nikkor, das vor Jahren wegen des hohem Preises und der schlechten Leistung reglrecht floppte.  Sucht man nach brauchbaren Objektive geht kein Weg an Festbrennweiten vorbei, weil die Randfehler bei einem Zoom ungewollte Folgen hat.