03.03.2013

Voigtländer Apo Lanthar 3.5 /90

Ich habe in letzter Zeit nach Objektiven gesucht die ein Art Magie ausstrahlen, wobei ich dachte daß ich das  Ziel mit der Fuji X100 erreicht hätte, jetzt denke ich innerhalb sechs Wochen zwei weitere gefunden zu haben, die meiner Meinung nach die Spitze der Objektivbaukunst repräsentieren. Wobei das Letzte seit 2011 nicht mehr gebaut wird. Wer außer mir kauft schon ein 90er mit einer Öffnungsweite von 3,5  in Zeiten in denen man an jeder Ecke Objektive ähnlicher Brennweite bekommt, die einerseits ein  Autofokus besitzen und zudem noch deutlich lichtsärker sind.. Aber davon rede ich schon geraume Zeit, hohe Lichtstärke bedeutet auch geringere Zeichnung und ebenso ein Verlust an duftiger Tiefenstaffelung.. Ich hatte schon den Verdacht als ich die ersten Bilder des 40er Ultron sah, denn auch dies Objektiv lässt genauso wie das 90er Apo Lanthar bei voller Öffnungsweite brauchbare Ergebnisse zu. 


Aber fangen wir von vorne an, Voigtländer hat 2011 ein 1,8/75 mm  Portraitobjektiv angekündigt. Von einem Portraitobjektiv erwartet man die beste Leistung bei einer relativ großen Öfnnungsweite und nicht gegen Unendlich sondern zwischen 1 und 5 Metern. Leider ist dies Objektiv bis heute ncht als SL Variante erschienen  Das Apo-Lanthar verhält sich ähnlich nur das die höchste Auflösung weiter geschlossener Blende  zu erwarten ist , so wie man es von klassischen Sachobjektiven kennt. Leider  wissen dies nur noch die alten Hasen unter uns, und kaufen eben nicht nach Brennweite sondern nach thematischem Einsatzgebiet.


Hinzu kommt das es sich nicht bei dem Apo-Lanthar um eine Gaussderivat handelt wie es üblicheweise in diesem Feld zu Finden ist sondern um ein Triplet, folglich eine Rechnung die für Tessar, Heliar, Xenar Pate stand.  Diese Objektive sind dafür bekannt das sie eine schöne Tiefenstaffelung entwickeln. Zur Ehrenretung Nikons sei gesagt das die 85er Nikkore auch Triplets sind , nur bieten sie zwar ein helles Sucherbild, sind damit aber deutlich weicher was bei Portraitaufnahmennicht verkehrt sein kann. Hinzu kommt das dies Objektiv sich mit und ohne Vorsatzlinse recht gut für Nahaufnahmen eignet. Wieso also ein Nkkor kaufen, wenn die auch noch gebraucht teurer ist. Bei  dem Bau wird seit den späten 50er Jahren Lanthanoxid verwendet ,was bei anderen Herstellern an eien dick aufgedrucktem ED oder  LD,  zu erkennen ist. Voigtländer lässt sowas weg. Ich kann noch einiges mehr darüber schreiben aber wieso wenn ich auch Bild zeigen kann. Übrigens, kein Autofokus, Öffnungsweite 3,5, und man sieht trotzdem ob das Bild scharf ist oder eben nicht, das habe ich bei Nikon schon immer vermisst.  Wer mit diesem Objektiv und einem hochauflösendem Sensor arbeitet und sich das Schärfefeld auf seinem Smartphone errechnet, kommt nicht drumherum den Zerstreuungskreis auf 1/100 mm einzustellen wie es auf dem Objektiv angezeigt wird, es sei denn man benutzt eine D3 oder D200 dort ist die Schärfentiefe wie gewohnt 1/30mm bis 1/50mm je nach Ausgabeformat des Bildes.