27.01.2013

Nikon powered by Voigtländer


Vorgestern Nacht, erreichte mich das Voigtländer 2,0/40mm Ultron, passend für meine Nikon Gehäuse,tiefgekühlt in einem Paket im Schuppen wo es der Lieferservice ablieferte.  Das Objektiv ist komplett anders als man es von vielen Autofokus Objektiven gewohnt ist, nicht zuletzt weil es sich um ein Objektiv ohne Autofokus handelt, aber mit einem Chipsatz ausgerüstet ist der Zeitautomatik bei Vorwahlautomatikblende zulässt. Es besitzt im Vergleich zu meinem AF-D 1,8/50mm  ein spielfreien langen Einstellweg, die Farben ähneln sehr Tamron Objektiven , folglich etwas wärmer als man  die Szene in der Wirklichkeit sieht, was Hauttönen etwas mehr Fülle verleiht. Insgesamt liefert das Objektiv brilliante Aufnahmen mit einem seidigen und unauffälligen Verlauf in die Tiefe ohne einem hochauflösenden Sensor die  Zeichung und Kontrast zu verweigern wie es  bei älteren AF Objektiven der Fall ist. Verblaute Schatten wie es viele meiner  Nikon Objektive aufweisen gehören mit diesem Objektiv der Vergangenheit an, fairerweise muss ich sagen das Canonobjektive in dieser Disziplin besser abschneiden. In Vergleich zu meinem 50er Nikon merkt man den Bildern des 50er Nikons die kostengünstige Verarbeitung an. Während  das Voigtländer wie aus einem Alublock gefräst wirkt, und in jeglicher Hinsicht und Richtung kein Spiel zeigt, wackelt das Nikon doch in der einen oder anderen Richtung schon im Prospekt.  Insgesamt würde ich jetzt das Nikon nur bei  hohem Kontrastumfängen benutzen, weil dann der Kontrast ausreichend ist und man dann etwas mehr Zeichnung bei weit geöffneter Blende erhält, leider aber keine bessere Tiefenstaffelung.  Dies  Objektiv an einem APS-C Sensor zu nutzen bedeutet das Beste des Objektiv durch den kleineren Sensor ungenutzt verstreichen zu lassen, denn gerade an großen Sensoren spielt das Objektiv sein ganzen Vorzüge aus. Auf Blende 4 Eingestellt kann man mit diesem Objektiv nichts verkehrt machen, genug Zeichnung und Kontrast sind dann vorhanden um selbst bei schlechten Licht genügend Brillanz zu zeigen. Das Objektiv besitzt keine Blendenverriegelung, sodass es passieren kann das die Kamera nicht auslöst weil die Blende für die Blendenautomatik nicht auf der kleinsten Blende steht und die Kamera dann nicht auslöst. Man sollte sich darauf verlassen die Blende im Sucher abzulesen da der Blendenring sehr schmal ausgefallen ist und  der Blendenmarker am Objektiv vom Kameragehäuse abgedeckt wird. Sehr einfach funktioniert ein fokussieren mit dem im Kameragehäuse eingebauter Schärfeindikator, wobei zumindest an Kameras mit großen Sensoren und Spiegelsystemen ein manuelles Scharfstellen funktioniert solange das Licht reicht. 


Dies sind viele Gründe warum dies Objektiv meines Erachtens jeden Cent wert ist, ohne auf ein 50er Zeiss zurück zugreifen  müssen, das nicht nur größer ist sondern auch etwas teurer.

Keine Ahnung wie gut die mitgelieferte Makrolinse wirklich ist, aber auf Filter und Objektivdeckel mit 39mm  Einschraubgewinde braucht man als Ersatzteil nicht verzichten das einige Leicaobjektive den selben Frontdurchmesser aufweisen. Voigtländer baut fünf Festbrennweiten die sich lohnt zu testen , unter anderen das schon lange bekannte Apo Lanthar mit 75 mm Brennweite und 3,5er Öffnungsweite. Die Tatsache das man mit kleinen Kompakten Objektiven einfacher viel Zeichnung und Kontrast erreicht, ganz nach der Premisse der Fa Leica,bedeutete leider  nicht immer das diese Objektive sonderlich Lichtstark sind, allerdings  führt dies zu besseren Leistungen als jedes Zoomobjektiv das vielfach die selbe Offnungsweite aufweist.