04.01.2013

Nikon D 600... Relation zum Preis.... der Weg...

Angesichts des Preises für den ich meine  Nikon D600 bekam, würde jeder sagen das es sich um ein Schnäppchen handelt, allerdings ist  Relation zwischen Preis und Einsatzgebiet sehr klein wenn nicht gerade Portraits fotografiert oder vor hat ausschließlich großformatige Abzüge zu erstellen. Immerhin nimmt einem die Kamera  gerne jeden Einstellungsfehler und jedes minderwertiges Objektiv schnell krumm. Die Auflösung der Kamera ist schon klasse, wenn man weiß wie man damit umzugehen hat. Leider ist dies nicht gerade einfach wenn man, wie ich, vorher mit einer D90  fotografierte.  Leider nimmt einem die Kamera im Gegensatz zu einem DX Modell einiges an Freiheiten, denn obwohl der Kameraspiegel  einem das Gefühl vermittelt  ruhig  zu arbeiten, verwackelt man doch eher als mit einem kleinerem Sensor. Hinzu kommt noch daß für eine vergleichbare Tiefenschärfe zum DX Format ein Stufe weiter abgeblendet werden muss. So kommt man schnell in Blendenbereiche bei denen Beugungseffekt eher zum tragen kommen. Gerade extrem lichtstarke Objektiv machen mit dieser Kamera weniger Sinn als bei einer D7000 oder auch der großen Schwester D700, da einerseits die D700 wegen der niedrigeren Auflösung des Sensors eher ein gefühlt größeres Schärfefeld zeichnet, und die D7000 nur den mittleren Teils eines FX Objektivs nutzt.


Allerdings erhält man mit der D600 ein viel schöneres tiefer gestaffeltes Bild, und die ersten Erfahrungen zeigen auch das  an der D90 gehasst 1,8/50mm an der D600 brauchbar funktioniert, sogar der Autofokus der sich im Nahfeld bei bestem Licht öfter verpeilte als mir lieb war, funktioniert an der D600 zufriedenstellend.

Aber wozu brauche ich nun die D600, wenn es eine D7000 auch tun würde? Die geniale Zeichung die mir die D600 verschafft ,bedeutet auch das ich Aufnahmen mit hohem Kontrast realisieren kann, die mit der Nikon D7000 nie funktioniert hätten. Eben die Möglichkeit bei Gegenlicht einfach zwei Blenden unter zu belichten ohne Einbussen   in den Lichtern noch in den Schatten zu erhalten ist der Hauptgrund für den Kauf., Mit der mitgelieferten Software ist hier leider nichts zu reissen , oder nur über den Umweg  eines Pseudo HDRs. Lightroom 4 arbeitet hier schon deutlich flexibler, wenn auch nicht optimal., denn für mein Geschmack fehlt immer noch etwas Reglerweg. Zugegeben sind die ersten 200 Aufnahmen mit der Kamera noch nicht prickelnd aber auch immer die schwersten bis man begreift  wie die Kamera funktioniert. Gerade bei Situationen wie die vom  Horizon Field versprech ich mir viel,  auch    Aufnahmen in der Dämmerung und bei Nacht werden von dem neuen Prozessor profitieren.  Ich werde mir zwar ein paar nette Objektive eines Fremdherstellers anschaffen müssen da man vielen  Nikonscherben  nicht über den Weg trauen kann, aber  dies wird eine Anschaffung für eine sehr lange Zeit sein.