22.12.2012

Nikon D600

Weil meine D90 wieder einmal technischen Service benötigt wie vor zwei Jahren auch, ist es mir jetzt möglich eine D600 zu testen. Ich möchte niemanden mit Dingen langweilen die man ohnehin besser an anderer Stelle nachlesen kann, aber bei Nikon hat sich seit meiner D90 einiges getan. Leider gibt es auch Dinge die mir persönlich nicht gefielen. Das Sucherbild ist wie nicht anders zu erwarten, weil es sich um eine Vollformatkamera handelt, deutlich klarer und auch ebener, und vorallem leicht per Hand einzustellen. Die Kamera hat eben ein größeren Sensor, Spiegel und auch eine größere Einstellscheiben, die natürlich feiner wirkt als eine die in einer Kamera mit kleinerem Sensor verbaut wird.  Weiterhin muss ich wieder anmerken das die Augenmuschel nicht meinem Geschmack entspricht da meine Nase, wie auch bei der D90, beim auslösen am Display klebt. Ich hatte auch nicht ernsthaft geglaubt das dies Detail geändert würde, selbst wenn es wünschenswert wäre. Dafür passt aber die schon bewährte Augenmuschel  die für  Pentax M Modelle gedacht ist.

Der Auslöser besitzt keinen  deutlich fühlbaren Druckpunkt, und wieder muss ich die Blende des Objektivs mit einem der zwei Stellrädern verändern. Dafür wurden die Displays weiter ins Gehäuse versenkt. das Hauptdisplay ist kamerabündig und das obere Hilfsdisplay ist sogar vertieft verbaut..Zwei Kartenslots offerieren zwar einige Möglichkeiten die Speicherkarten zu nutzen leider fehlt mir aber ein Knopf um zwischen den Karten hin und her zu schalten. Mit einer Hand geführt habe ich den Eindruck  sich die Kamera schnell auf die linke Seite neigt, dafür ist die Kamera angenehm leicht und vermittelt ein auch ein angenehmes Auslösegeräusch. Die Kamera stellt noch den Anschluss für Objektive mit Stangenautofokus bereit, denn die Auflösung des Sensors ist noch nicht so hoch das sich ein Teil der  alten AF-D Objektive  zweckmäßig benutzen ließen, wenn nicht auch wie bei meinem 50er mit einem Nebel belegte Aufnahmen liefern.  Im Geigensatz zur D90 ist der Spiegelschlag fast nicht zu bemerken obwohl er einiges größer ist als der eines DX Bodies.  Technisch bietet die Kamera ein RAW Bild einerseits in 14 Bit oder 12 Bit Farbtiefe als auch komprimiert und unkomprimiert abzuspeichern. Endlich und sehr nützlich finde die Möglichkeit im Live Viewmodus den  künstlichen Horizont  der auch auf Neigen reagiert zu nutzen.

  


Ich habe immer die Meinung vertreten das man sich mit einem AF -D 1,8/ 50 mm an einer DX Kamera die Krätze ärgert weil kein sinnvoller Nutzen erkennbar ist.. Man lönnte genauso gut ein 2,8er Modell nutzen  und so sogar ein  gut fassenden Autofokus erhalten würde. Dies ändert sich mit der D600 deutlich , leider aber nicht in der Bildqualität, die Aufnahmen sind unterhalb der Blende 4 zunehmend mit einem Schleier versehen, allerdings wirkt der Schleier deutlich homogener als bei einer DX Kamera.

Alles in allem haben sich die Nikon Dsigner alle Mühe gegeben die Kamera gut ins Licht zu setzen, Man merkt das alles was mit einen anständigen Objektiv nicht zu realisieren war. per Software aufpoliert wurde. Gerade das letzte Bild zeigt wie die Software der Kamera selbst bei einem RAW zugreift, anders ist es nicht zu erklären das  im Hintergrund schärfere Segmente zu sehen sind als auf dem eigentlichem Schärfepunkt.