26.12.2012

Der Plan D600

Seit einem halben Jahr habe ich mit der X100 das Blut geleckt das eine mögliche Kleinbilddigitale, in nächster Zeit bieten könnte. Als ich mir überlegt woher ich leihweise  eine Nikon  D600 zum Testen bekomme, bemerkte ich den Preiswerfall der in etwa einem kontrollierten Absturz gleicht. Am 1 Dezember lag der Straßenpreis noch bei 1700 Euro, nun am Ende des Monats  fällt der Preis für eine neue originale Nikon mit Europagarantie etwa auf 1500 Euro. Allerdings glaube ich das eine 1000 Euro Netto Kamera nicht unter 1200 weggehen wird, um noch etwas zu verdienen. Allerspätesten wenn die D600 bei Mediamarkt und Co auftaucht weiss man das es soweit ist.

Aber  eine Vollformatkamera, mit moderater Auflösung bei dem auch noch ältere Objektive Leistungstechnisch so gerade noch hinterher kommen, bietet einem die Möglichkeit die Aufnahme wie mit einem Gummiband zu formen weil eben der volle Bildkreis genutzt wird, respektive sich Bildfehler am Rand des Bildes zuerst zeigen anstatt wie beim Dx Format einfach nicht mehr ins Gewicht fallen. Seit  etwa einem Jahr zog ich dies in Betracht als ich mir neue Objektive zulegte.

Worum geht es mir dabei:
In meinen Augen ist das Objektiv das falsche Wort für ein fehlerbehaftetes Linsensystem,  Subjektiv passt in diesem Zusammenhang viel besser. Vor hundert Jahren nannte man die Art der  Fotografie Lichtbildnerei weil das Endprodukt eine schöne Aufnahmen sein sollte und die realistische Wiedergabe der Szene in den Hintergrund rücken ließ. In den letzten Jahren wurde dies mit Rawkonvertern oder per HDR Software zusammen geschnipselt. Meiner Meinung nach fehlen diesen Aufnahmen die Dynamik des Augenblicks, folglich ist ein außergewöhnliches Objektiv immer noch ein gefragtes Ausrüstungstück wenn es darum geht Bilder für die Wand zu produzieren. Genau aus diesem Grund haben viele Fotografen die Silberhalogenidfotografie wiederentdeckt. Ich erspare mir auszuführen was ich von Dunkelkammern halte in Zeiten in denen dies Wort durch Lightroom ersetzt wird.