01.12.2012

Strom für die x100

Jeder der ein Fuji X100 besitzt weiss wie weit ein Akku der Kamera reicht. Wenn ich ein Wochenende ohne Strom in der Pampas verweile reicht der mitgelieferte Akku nicht eine Tag lang.  Da dies öfter in einem Jahr vorkommt als es mir lieb ist und auch andere Stromfresser nach Energie verlangen habe ich mich entschlossen ein passendes Backingsystem zu bauen anstatt endlos Akkus zu kaufen. So etwas  gibt es schon im Handel als so genannte Powerbank. Diese Geräte liefern meistens 5 Volt Spannung und je nach Größe eine bestimmte Kapazität. Solange man ein Handy oder ein Kamera direkt anschließen kann greift die interne Ladesteuerung des zu ladenden Geräts. Ein Akku besitzt allerdings in den seltensten Fällen ein brauchbaren Schutz gegen Überladung.  Und genau das ist das Problem wenn man ein Kameraakku laden möchte ohne die Kamera anzuschließen. Ich hätte mir die elektronische Schaltung selbst zusammen löten können, allerdings fehlt mir dann noch die passende Ladeschublade. Mein Gedanke war es einfach ein Ladegerät zu nutzen das am USB Host des Computers angesteckt werden kann. Damit wird die Spannung auf 4,2 Volt heruntergeregelt und der Strom auf 0, 5 Ampere begrenzt. Dies bedeute aber auch daß das Laden eines großen Akkus einige Stunden dauert. Aber besser so, als den Akku zu braten.


Im Handel kann man Ladegeräte beziehen die entweder über die 12 V Autobatterie  oder eben über den USB Anschluss eines Computers ihre Spannung beziehen.. Leider nur für die NP-40er Typen, der aber mit der Kontaktbelegung und der Breite mit meinem NP-95 entspricht. Folglich beschränkt sich die Bastelarbeit darauf die Ladeschublade an den größeren Akku anzupassen. Das ist alles, fast alles, denn meine Powerbank liefert wenn sie kann, ein Strom bis 2 Ampere. Nach der ersten Messung im Betrieb standen aber 470 m Ampere zur Verfügung ohne das sich die Schaltung in blauen Dunst auflöst.


Unerlässlich ist das Gummiband um den Akku in der richtige Position zu halten abgesehen von Nikon Ladegeräten ist dies bei vielen Ladegeräten ohnehin notwendig wenn man den Akku im Rucksack laden möchte. Sehr schön  zu sehen der neue Ausschnitt damit der Akku passt..

Was wäre wenn ein zu hoher Strom fließen würde: Ganz einfach man lötet in den Minuspol irgendwo nach der Ladeschaltung ein Widerstand ans Kabel der vom Akku wegführt, damit bildet der Akku und der Widerstand eine Einheit mit höherem Widerstand, der den Strom begrenzt allerdings nicht die Spannung, wie es ein Widerstand vor, oder besser gesagt am Pluspol des Akkus , zur Folge hätte.