08.10.2012

Ich glaub daran und ich stehe dazu !

Ich hatte die letzten Monate den Verdacht das ich etwas verpasst habe, gestern bestätigte sich mein Verdacht als ich las das RAW Therapee 4 die 3er Version ablöste.  Die ganze Fotowelt spricht von Lightroom angesichts des Preises und der Leistung. Seit ich Lightroom benutze ärgere ich mich über das was ich schon seit Windows 98(der zweite Versuch) sagte, das Teil wird immer größer und komplexer, so etwas kostet Rechenleistung nur weil der Rechner mit der Menge der Daten herumärgern muss.

Nun, ich konnte es wirklich nicht glauben, nach meinem persönlichen Fiasko bezüglich RAW Therapee 3 mit dem nicht nur ich nicht so richtig klar kam, bietet sich hier besseres Werkzeug. So schön der Farbequalizer auch war so schrullig war Bedienung des Programms. Vor einigen Monaten war es scheinbar soweit, RT4 wurde ins Netz gestellt und scheinbar interessierte es niemanden, denn sonst hätte ich früher davon erfahren. 48 MB Code im Gegensatz zu dem 20 fachen dessen was sich Lightroom genehmigt. Und genauso läuft das Programm auch, mittlerweile arbeite ich zwar auf einem schnellerem Rechner, allerdings merkt man daran wie schnell und konstant die Einstellungen umgesetzt werden das es sich um ein kompakteren Code handelt. Ich bin nach wie vor ein Fan UFRaw`s wenn es darum geht ein RAW in ein größeres Bitmap um zurechnen. UFRaw ist allerdings sehr spartanisch wenn man etwas Besonderes machen möchte und läßt einige Wünsche offen.

Ich habe folglich Raw Therapee 4 ausprobiert und war von Anfang an überrascht da  Programmiereruntypisch diesmal an der Usability geschraubt wurde.  Im Großen und Ganzen hat sich am Menü nicht viel geändert, allerdings arbeitet RT 4 deutlich gefälliger, abgesehen von der Tatsache das die Schärfe innerhalb des Programms nicht den Ausgabeprodukt entsprach, kenne ich nun nur noch einem Grund warum man sich mit Lightroom herumschlagen sollte. Es fehlt der  Retuschiermodus, dafür ist ein schnelles arbeiten möglich da  mit  einem Viewer der Wahl nach einigen Sekunden Verarbeitungszeit das endgültige Ergebnis betrachten werden kann. Das Fehlen des Importmoduls und des vielen anderen Schnickschnack dem man bei Lightroom findet, empfinde ich hier eher als positiv , denn immerhin importiert man  die Aufnahmen ohnehin separat und weiss wo sie sich tatsächlich befinden und ärgert sich nicht über ein plötzlich anspringen des Importfenster wenn die Speicherkarte gewechselt wird. 

Ich brauchte ein paar Tage um dahinter zu kommen wie RT4 arbeitet, dann allerdings lief vieles flotter als in Lightroom. Solange man ein RAW File in ein Bitmap umsetzen möchte ohne im Konverter retuschieren oder maskieren zu müssen ist Raw Therapee Lightroom ebenbürtig, was die Vorgängerversion  nicht war. Gerade wenn man Wert auf  ein Analog ähnliches Korn legt ist man mit RT4 meiner Meinung nach besser bedient, obwohl man kein Korn der Aufnahme hinzufügen kann, nur das vorhandene Rauschen gewinnbringend einsetzen kann, da hier die Rauschreduzierung und Schärfemethoden selektiver arbeiten wurde meiner Meinung nach  ein kleiner Grundstein gelegt der zur Hoffnung veranlasst, denn meistens sind es die geringfügigen Details die ein Ausschlag zu einem gutes Bild geben. Man sieht  das Korn nicht, man ahnt es eher, empfindet das Bild aber anders und erhält zusätzlich ein besseres Schärfeverhalten als es in Lightroom möglich ist, das ist der Tenor dem man bei der Bearbeitung eines RAWs zum schwarzweissem Bild erhält.

Nächste Woche habe ich mehr Zeit um mich der  Farbe zu widmen,

 Stay tuned.