25.07.2012

the Fujitones



Letztes Wochenende hatte ich eine Fuji X100 hier auf meine Schreibtisch, von vielen Hochgelobt und ebenso von vielen Nutzern gehasst wenn sie wegen hängenden Blendenlamellen falsch die Belichtung misst. Leider war meine Kamera auch von diesem Fehler betroffen, und damit nicht ideal für einen Test.  Die richtig belichteten Aufnahmen sprechen Bände.  Ich weiss nicht wie groß die Dateien eurer Kameras sind, die der Fuji sind riesig für 12 Megapixel Auflösung, Jpgs mit fast 5 Megabyte und Raws mit 21 Megabyte Größe sind der Standard mit dieser Kamera, Ohne Frage dauert das Speichern länger als gewohnt und kann sehr lästig werden wenn  eine Class 4 Karte verwendet wird.  Ehrlich gesagt, wenn man sich die ersten Aufnahmen anschaut merkt man wie kritisch die Kamera auf eine falsche Belichtung reagiert, es kommt schnell zu ausgerissenen Lichtern, was aber an der von mir verwendeten Kamera liegen kann.


Es ist keine Kamera die man einfach auf Programmautomatik stellt und auslöst, vielmehr eine Kamera die einem ein höchstmaß an Wissen und Einfülungsvermögen abverlangt, sonst geht es schief. eigentlich hatte ich vor die Kamera im Dämmerlicht zu testen, daraus wurde wegen der fehlerhaften Blendenlamelle nichts, dafür liefert sie am Tage  messerscharfe hochauflösende Aufnahmen bei dem ich am liebsten meine Nikon gleich verkauft hätte. Aber auch diese Kamera hat Fehler, Fehler die man angesichts der sonstigen Leistung und der einfachen Handhabung  schnell vergisst .
Wer glaubt das diese Kamera ein schönes Bokeh liefert liegt verkehrt, es ist deutlich besser als  alle mir bisher bekannten Nikon als auch Canonobjektive aber man sieht es je größer die resultierenden Bilder werden.  Weiterhin ist zu sagen das man schon sehr genau wissen sollte welche Blende man verwendet, da die Kamera recht feinfühlig auf eine veränderte Blendeneinstellung reagiert, farblich als auch Schärfetechnisch.

Noch deutlicher merkt man in Lightroom welche Leistungen die Fuji liefert. In der Regel lagen die viele Regler am linken Rand, entrauschen ist nur minimal notwendig bis unnötig, das schärfen kann man sich auch größtenteils ersparen, wenn dann nur am Rand  weil her das Objektiv deutlich nachlässt. Je dichter man an ein Objekt heran muss , desto augenscheinlicher wird die Unschärfe, aber solange man keine extremen Makros fotografiert ist dies vernachlässigbar. Über die Verzeichnung des Objektiv sollte man sich ernsthafte Gedanken machen da im Nahfeld immer eine manuelle Einstellung die Ergebnisse deutlich verbessert, die Aufnahmen sehen  mit dem Standard Lightroomprofil immer etwas aus als ob man durch eine Glaskugel fotografiert hätte, hier lässt auch die die Auflösung deutlich nach, leider nicht der Kontrast, bis zu einer Grenze von 20cm geht es aber.

Alles in allem ist mit dieser Kamera ein großer Wurf in die Zukunft gelungen  die einem in nächster Zeit in der digitalen Fotowelt Einzug halten wird. Leider hat dieser Wurf auch ein großen Nachteil, denn man sollte nicht glauben das ältere Objektive  diesn Standard liefern können, man kann sie möglicherweise verwenden, man sollte aber nicht glauben das das diese Objektive neu entwickelten Objektiven ebenbürtig sein werden,am allerwenigesten Zoomobjektive.  Weiterhin vermute ich das das Wort Aspherische Linse sehr kritisch bei einem Objektivkauf zu betrachten sein wird, weil meiner Ansicht nach diese Linsen  neben einer geringen Anzahl an Blendenlamellen für ein zerrissenes Bokeh verantwortlich sind. Eien asperische Linse bedeutet zwar das man zwei oder mehr Linsen durch eine ersetzen kann, und damit ein Plus an Kontrast und Zeichnung, aber eben mit dem hintergründig schlechterem Bokeh bei Portraits und Makros.